Dienstag, 5. Februar 2008

Hallo aus Lima

Hallo alle

Mittlerweile habe ich mich aus Iquitos verabschiedet und bin seit 2 Tagen in Lima. In etwa 2h muss ich dann zum Flughafen gehen, dann geht's nach Piura.

Hier in Lima hatten wir noch unseren Abschied mit unserer Reisegruppe. -Von hier aus liebe Gruesse an euch alle und danke fuer die Zeit- Das war noch ne gute Sache, wir haben die ganze Nacht durchgezecht am Strand von Lima und kamen dann irgendwann um 8 Uhr morgens wieder zurueck ins Hotel.

Ja, das war's auch schon wieder. Bis zum naechsten Mal.

Saludos
Michi

Dienstag, 22. Januar 2008

Neues aus Iquitos

Hallo alle

Meine Zeit hier neigt sich dem Ende zu, es sind nun noch 2 Wochen in Iquitos und dann noch 2 Wochen im Norden.

Nachdem die letzten zwei, drei Wochen ziemlich langweilig waren, hat sich die Situation nun wieder verbessert. Kann nun am Morgen jeweils zu meiner alten Arbeit gehen, dort ist im Januar einfach jeden Morgen Sport angesagt, d.h. Fussball spielen. Am letzten Donnerstag sind wieder neue Studenen angekommen, die zwei Wochen hier in Iquitos sein werden: Samuel aus Frankreich und Julie aus Belgien. Dafuer sind Julie, Sigrun und Claudia fuer zwei Wochen in andere Staedte gereist.

Am Samstag habe ich das erste Mal gesehen, dass es hier so was wie eine "alternative Szene" gibt. Ich war an einem Troubadour-Konzert der sozialistischen Partei Iquitos. Die Musik war toll, aber irgendwie fuehlte ich mich ein wenig...komisch. Es waren nur etwa 30 Leute dort und die kannten sich fast alle irgendwie. Und dann ich als Gringo...die haben mich schon ein wenig komisch angeschaut. Auf alle Faelle war es was anderes, als es sonst hier in Iquitos gibt. Die haben dort dann auch Lobhymnen auf Che, Fidel, Lenin, Marx und alle anderen gesungen. Auf der anderen Seite hatte es aber auch Lieder, in welchen sie sich ueber die Gringos und Blancos beschwerten. Als ob Marx und Lenin keine Gringos waren. Aber irgendwie kann ich's auch verstehen, schliesslich hat's hier in resp. um Iquitos ziemlich viele Oelplantagen, aber die grosse Mehrheit der Bevoelkerung profitiert kaum davon. Ich weiss nicht, was ich davon halten soll, kenne die Situation zu wenig, um mir eine definitive Meinung zu bilden.

Gestern dann gingen wir mit AFS ein anderes Dorf von "nativos" anschauen. Die Bootsfahrt war -wie immer, wenn man ein wenig rausfaehrt- sehr schoen, weil man dort halt wirklich sieht, dass man im Dschungel ist. Ansonsten war's so wie letztes Mal, mehr Schein als Sein, halt einfach um den Touristen was zu bieten. Danach haben wir aber noch was getrunken am Hafen, dass war doch ziemlich "divertido".

Das ist dann wohl der zweitletzte Blogeintrag aus Iquitos, evtl. auch der letzte, mal schauen.

Hasta pronto, un abrazo

Michi

Samstag, 5. Januar 2008

Der erste Eintrag im neuen Jahr...

Hallo alle

So, nun der erste Eintrag im neuen Jahr. Zeit, alles Alte abzuschliessen. (Ich weiss, eigentlich macht man das ja noch im alten Jahr, aber hier in Peru nimmt man das nicht so genau...).

Zuallererst (schreibt man das zusammen...schaut komisch aus...) zum Raetsel: Da es niemand geloest hat, kann ich leider auch niemanden zu einem Bier einladen. Also, das mit dem Boot ist so: Ich habe das Boot vom Aegeri Wappen auf die Wandtafel gemalt und die Kinder haben es dann abgezeichnt. Was bedeutet, dass nun etwa 50 peruanische Kinder das Aegeri-Wappen in ihrem Heft haben...jaja, das ist Tourismus-Foerderung an vorderster Front. Ich habe meine Berufung gefunden...(nein, nicht Lehrer...auch nicht Tourismus-Dingsbums-Heini...ich werde Aegeri-Wappen-Boot-Zeichner...ob man's glaubt oder nicht, aber die sind auf dem Arbeitsmarkt gesucht...sagte mir zumindest das kleine, baertige Maennchen, das mich fast taeglich besucht hier...).

Dann zu meinem Neujahr: war ganz gut, zuerst haben wir mit der Familie Boeller hochgehen lassen und altes Zeugs abgefackelt. Das machen die hier so: Die verbrennen alte Dinge. Ueberall auf der Strasse hat's Feuer gehabt, dass war wirklich speziell zu sehen, sah wirklich fast so aus, als waere hier Buergerkrieg oder so was. Vorallem auch deshalb, weils ueberall geknallt und geraucht hat wegen den Boellern und Raketen. Danach bin ich mit Michael, der Gastbruder aus Lima, der ueber Neujahr nach Iquitos kam, und seinen Freunden noch in eine Disco gegangen um dort ein wenig zu feiern (Randnotiz: Ich mag Salsa und Cumbia und Merengue immer mehr). Und um halb 5 Uhr dann bereits ins Bett...dafuer hatte ich am 1. Januar mal keinen Kater und fuehlte mich topfit.

¿Que más?...Die letzten paar Tage waren ein bisschen langweilig, weil nicht so viel los war. Aber ist vielleicht besser, ueber Weihnachten/Neujahr haben wir doch einiges getrunken, drum ist mir mein Koerper sicher dankbar fuer die Pause. Heute ist noch 200-Jahr-Fest von Iquitos, dass wird sicherlich auch noch lustig, mal schauen.

Der letzte Monat hier in Iquios hat nun auch angefangen. Am 3. Februar gehts zuruck nach Lima, um den letzten Tag noch mit den anderen zu verbringen. Die anderen sind die, mit welchen ich auf der Reise war. Und dann gehts noch in den Norden von Peru, nach Huaraz sicher und nach Trujillo und Mancora. Ecuado lasse ich weg, habe naemlich meine Reiseplaene geaendert und zwar insofern, als dass ich bereits am 20. Februar zurueckfliegen werde und nicht erst im Maerz.

So, das war's dann auch schon wieder.
Euch allen 'ne gute Zeit und lasst was hoeren, vorallem wenn's wieder poltert im Bundeshaus; oder in Aegeri.

Un abrazo, Michi

PS: Kann mir mal jemand sagen, was die Muotathaler Wetteerfroesche (oder Meteo Schweiz, aber denen ist ja eh nicht zu trauen) meinen, wie lange der Schnee liegen bleibt? Dankeschoen.

Samstag, 29. Dezember 2007

Fotos von der Reise...

...sind nun wie versprochen verfuegbar, und zwar unter dem folgenden Link (evtl. folgen dann spaeter mal noch mehr):

http://picasaweb.google.com/Huusme

Auf Blog schreiben hab ich im Moment ueberhaupt keinen Bock, bin schon seit 1 1/2 Stunden im Internet, das reicht fuer heute.

Saludos, Michi

Montag, 24. Dezember 2007

Winterzeit, Weihnachtszeit...nicht wirklich...

Hallo alle

So, puenktlich zu Weihnachten melde ich mich, um euch allen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wuenschen. Ich hab' gehoert, dass es in Aegeri traumhaftes Winterwetter hat...? Ich beneide euch. Aber ich will nicht klagen, hier ist auch alles ganz ok, ich hab halt eifach nicht so Lust, Weihnachen zu feiern, bin nicht wirklich in Weihnachtsstimmung.

Was es sonst noch so gibt von meiner Seite: Letzte Woche war meine letzte Arbeitswoche im "Casa Estancia". Am Donnerstag hatten wir ein Weihnachtsessen mit allen Lehrpersonen. Das Weihnachtsessen war in einem kleinen Restaurant nahe unserem Haus, gegessen habe ich Cebiche, mein peruanisches Lieblingsessen, ist ne Spezialitaet aus Peru: roher Fisch, zubereitet mit einer Zitronensauce und Beilagen. Mhhh....

Am letzten Schultag dann war eine "Chocolatada" in unserer Schule. Das ist so ein Fest, wo die Kinder heisse Schokolade und Panetone kriegen, und dann kamen da noch Clowns und der Weihnachtsmann und sogar der Buergermeister von Iquitos beehrte uns. Das deshalb, weil es eine Schule der "Municipalidad", also der Stadtverwaltung, ist. Aber leider ging der auch ziemlich schnell wieder, deshalb konnte ich kein Foto mit ihm machen, obwohl ich das wollte. Naja, nicht so schlimm. Am Freitagaben dann habe ich mit einem meiner Gastcousins und ein paar anderen Leuten die hiesigen Schnaepse ausprobiert, die meine Gastgrossmutter zubereitet hat. Das hat mich ziemlich mitgenommen, am Samstag lag ich bis um 1 Uhr nachmittags im Bett und hatte wirkich das Gefuehl, dass ich gleich uebergeben muss, was dann aber (un-)gluecklicherweise nicht der Fall war. Gestern machten wir dann noch ne Chocolatada mit AFS fuer die Kinder im Quartier wo die Praesidaentin wohnt. Das war ziemlich amuesant, vor allem weils nach der Chocolatada noch Bier und Nachtessen fuer alle gab.
Ich erzaehl euch jetzt noch kurz, wie wir hier Weihnachten feiern. Also, dass ist so: Um Mitternacht gibt's ein grosses Festessen mit der ganzen Familie und Bescherung. Danach wird getanzt, getrunken und gefeiert bis in die Morgenstunden. Bin mal gespannt, ob ich das durchhalte.

So, nachfolgend nun noch ein paar Fotos aus Iquitos. Die von der Reise werde ich auch diese oder sonst naechste Woche hochladen, hab ja jetzt Ferien, spricht genuegend Zeit um das zu machen.



Das ist unsere Iquitos Gruppe, aber es fehlt noch Julie aus der Schweiz; von links: Jess aus Kanada, Marina, die AFS-Praesidentin, ich, Claudia aus Kanada und Sigrun aus Island.

Die Schweizerfraktion: Julie aus dem Fricktal und der andere aus Aegeri.

Sonnenuntergang ueber dem Amazonas...




Adventure Action...Indiana Jones...oder so...


La Parranda, meine persoenliche Lieblingsbar in Iquitos

Lino, mein Gastcousin und Julie

Montag, 10. Dezember 2007

Zurück von der Reise

Hallo alle

So, hat mal wieder gedauert mit dem Blog-Eintrag, ne? Ich weiss....dafuer gibt's einige News und neue Hinweise zum Raetsel, weil bisher hat noch niemand die Lösung gefunden.

Aber zuerst zur Reise: Die war schlicht der Hammer!! War wirklich super. Zuerst hatten wir eben dieses AFS-Treffen, bei welchem wir mit allen AFS-Studis nach Pichanaki gingen. Das liegt auch im Dschungel, aber an den Ausläufen der Anden, d.h. es ist Bergdschungel. War spannend, das mal zu sehen. Wir haben dann auch 'ne Wanderung in den Dschungel unternommen, für mich war dies das Highlight dieser 4 Tage mit AFS. Dann ging's zurück nach Lima, von wo aus wir unsere Reise starteten. Wir, das waren: Anna und Nora aus Deutschland, Marianne aus Holland, Florian aus Frankreich, Jessica aus Kanada, Emma-Clara aus Schweden und Regine und ich aus der Schweiz. Zuerst ging's nach Arequipa in den südlichen Anden. Regine macht dort ihr Programm, deshalb konnten wir eine Nacht in ihrem Haus schlafen. Die Stadt von Arequipa ist sehr schön, hat halt viel Touristen dort, dafür kann man auch viele Dinge machen. Hat auch unzählige Bars und Discos. Danach ging's weiter Richtung Bolivien: Zuerst nach Desaguadero, dass ist so ein Dörfchen an der peruanisch-bolivianischen Grenze, nicht wirklich speziell, aber wir mussten dort durchreisen, um nach La Paz zu gelangen, wo wir 2 1/2 Tage verbrachten. La Paz ist kuul, obwohl ich dort ein wenig krank war hat's mir gut gefallen. Leider sahen wir halt nur die Stadt und nicht viel sonst, aber allgemein in Bolivien gibt's 'ne Menge zu sehen. Wir haben im Hotel zwei Schweizer kennengelernt, die insgesamt einen Monat in Bolivien rumreisten. Das klang schon noch geil, was die alles gemacht haben. Nach La Paz führte uns unsere Reise nach Copacabana, ebenfalls Bolivien, aber nahe der peruanischen Grenze und am Ufer des Titicacasees. War gemütlich dort, ist so ein wenig ein Hippiedorf mit Karibik-Charme mitten in den Anden. Dann ging's auch schon wieder zurück nach Peru, genauer: nach Puno, welches auch am Titicacasee liegt. Dort haben wir die schwimmenden Inseln der Uros (die Eingeborenen) besucht und die Ruinen von Sillustani gesehen. Und dort hatten wir auch so einen krassen Führer, der voll gut drauf war. Hat viel gewusst, aber hat auch viel Unlogisches und Unglaubwürdiges Zeugs gelabert, was aber nicht weiter schlimm war, weil's sehr unterhaltsam war. Dann schliesslich kam mein persönlicher Höhepunkt der Reise: Cusco und Machu Picchu. Mit einem völlig überteuerten Bus fuhren wir nach Cusco (30 USD; wir hätten auch einen für 20 Soles nehmen können, aber der Bus, den wir nahmen, was so ein "Spezialbus", der an einigen Stellen Halt machte, damit man Ruinen und Museen besuchen konnte...naja, es war nicht so der Wahnsinn wie wir's uns vorgestellt hatten. Was ich eigentlich sagen will: Falls ihr mal nach Peru geht, verzichtet drauf', es ist das viele Geld nicht wirklich wert...) Trotzdem, ich fand's noch lustig, weil sich alle darüber aufgeregt haben. In Cusco dann hatten wir ein Riesenglück mit dem Hotel: 10 Soles (ca. 4 Franken) pro Nacht und die Zimmer wurden jeden Tag geputzt und die Leute dort waren sehr hilfsbereit. Am ersten Tag in Cusco besuchten wir einige Museen, die zwar nicht immer so spannend waren, aber dafür war's in der Gruppe ganz lustig. Am zweiten Tag haben wir einige der unzähligen Ruinen rund um Cusco besucht. Wir hatten einen privaten Bus für unsere Gruppe und konnten so zimlich frei entscheiden, wie viel Zeit wir wo bleiben wollen. Wir, die Deutschsprachigen, haben dann auch alle anderen genervt, weil wir im Bus deutsche Lieder gesungen haben. Zum Beispiel dieses, welches Anna uns beigebracht hat:

Durch die Strasse fliesst der Eiter, der Verkehr geht nicht mehr weiter,
in den Ecken sitzen Knaben, die sich an dem Eiter laben.

Humba-humba-assa Humba-humba-assa Humba-eh-oh-eh-oh-ehhhh
Humba-humba-assa Humba-humba-assa Humba-eh-oh-eh-oh-ehhhh

In der grossen Badewanne, sitzt 'ne Frau mit ihrem Manne,
doch sie findet nur noch Knochen, die verdächtig nach ihm rochen.

Humba-humba-assa Humba-humba-assa Humba-eh-oh-eh-oh-ehhhh
Humba-humba-assa Humba-humba-assa Humba-eh-oh-eh-oh-ehhhh


Von den Bäumen hängen Därme, noch mit menschlicher Wärme,
und darunter sitzen Frauen, die genüsslich daran kauen.

Humba-humba-assa Humba-humba-assa Humba-eh-oh-eh-oh-ehhhh
Humba-humba-assa Humba-humba-assa Humba-eh-oh-eh-oh-ehhhh

Wie ihr seht, haben wir also viele sinnvolle Dinge gemacht und gelernt. Am dritten Tag ging's dann nach Aguas Calientes, dass ist die Ortschaft, die quasi "am Fuss" vom M.P. liegt. Dort haben wir einen Tag verbracht und gingen in so heisse "Open-Air-Bäder" baden, was ganz entspannend war. Wir verbrachten dann eine halbe Nacht in Aguas Calientes. Warum eine halbe? Weil wir um 3 Uhr morgens losmarschierten Richtung M.P., damit wir die ersten am Eingang sind; was wir dann tatsächlich auch waren. Wir standen um 5 Uhr morgens am Eingang, eine Stunde vor Öffnung. M.P. selber war unglaublich...man sieht's zwar oft auf Fotos und Bildern, aber in echt ist's noch viel eindrücklicher. War wirklich grossartig. Flo, Nora und ich stiegen dann auch noch auf den Waynapicchu, dass ist der Berg, den man auf dem Foto immer hinter M.P. sieht. War ein einstündiger Aufstieg, der zimlich anstrengend war. Aber es hat sich allemal gelohnt, von dort oben hatten wir eine einmalige Aussicht gehabt. Am Nachmittag fuhren wir dann mit dem Zug zurück nach Cusco. Am nächsten Tag gingen dann Nora, Jess, Flo, Regine und Marianne zurück nach Lima. Anna, Emma und ich blieben noch einen Tag länger. Aber Emma war krank und deshalb den ganzen Tag im Bett und Anna und ich gurkten einfach ein wenig durch die Stadt und kauften noch ein paar Souvenirs. Und am Abig schauten wir uns noch so traditionelle Tänze an, was noch witzig war. Ja, und am nächsten Tag flog ich dann mit dem ersten Flug nach Lima und nachmittags zurück nach Iquitos.

Diesen Freitag endet auch mein Projekt in der Schule, weil dann grosse Ferien sind (bis März). D.h., ich bin dann arbeitslos. Aber evtl. kann ich im Januar noch in ein anderes Projekt einsteigen, wo ich mit Tieren arbeiten kann, mal schauen. Zuerst werde ich dann meine Ferien geniessen. Hab' nun auch "sturmfrei" bis am 28. Dezemeber, weil meine Gasteltern und mein kleiner Gastbruder in Lima sind.

Ja, das wären mal so die wichtigsten Nachrichten, mach mal wieder Schluss, mein Gastcousin hat nämlich heute noch Geburtstag und muss noch einen Baileys kaufen gehen.

Lasst was von euch hören, bis bald.

Saludos, Michi

PS: Bis bald heisst bis ca. Mitte März. Voraussichtlich werde ich kurz vor Ostern heimkommen. Am 5. Feb. endet mein Programm mit AFS und dann werde ich wohl noch 4-5 Wochen rumreisen.

PPS: Wegen dem Rätsel: Das Boot hat was mit Ägeri zu tun...

Donnerstag, 8. November 2007

- Keine Idee fuer eine passende Ueberschrift -

Hallo alle

Die Zeit hier vergeht wie im Flug...heute schon werden wir nach Lima fliegen und danach startet unser kleiner Trip in den Sueden von Peru. Fuer die, die es interessiert: Zuerst gehen wir nach Arequipa, die weisse Stadt. Eine AFSlerin aus der Schweiz macht in dieser Stadt ihren Sozialeinsatz, sie wird uns dann ein wenig die schoensten Dinge zeigen. Danach gehts nach Cusco und...Macchu Piccu. Darauf freue ich mich schon wie ein kleines Kind. Dann geht's weiter nach Juliaca und Puno am Titicacasee und am Schluss evtl. noch nach Tacna, das ganz im Sueden an der Grenze zu Chile liegt. Wir sind nun wahrscheinlich zu acht, ist ein bisschen viel um zu reisen, aber irgendwie wird's schon gehen. Ich freue mich auf jeden Fall riesig darauf!
Was gibt's sonst noch...der Verlobte der Cousine meiner Gastmutter wird ebenfalls heute wieder abreisen. Hab' ich bisher gar nicht erzaehlt, also von vorne. Eben, die Cousine meiner Gastmutter ist mit einem US-Amerikaner verlobt, und der kommt jedes Halbjahr her, um die Familie zu besuchen. Er heisst Johnny, ist 40, Landschaftsgaertner und lebt in der Naehe von Buffalo, aber auf dem Land. Und hat schon fast die ganze Welt gesehen, grosse Teile von Europa und Asien und natuerlich von Suedamerika. War wirklich interessant, ihn zu treffen, er weiss viel zu erzaehlen. Und ein wenig schade, dass er nicht laenger hier war, aber naja, deshalb geht die Welt nicht unter.
Ah ja, jetzt kommen mir noch einige andere Sachen in den Sinn, die ich zu eurer Freude (oder zu eurem Leidwesen)schreiben koennte. Letzten Montag besuchten wir "Casa Fitzgerraldo". Hier in Iquitos gab es vor etwa 100 Jahren einen Kautschuk-Boom, in Folge dessen kamen viele Auslaender her, um Geschaefte zu machen. Fitzgerraldo war einer von ihnen. Und in den 70er-Jahren hat dann irgendjemand einen Film darueber gedreht, eben ueber diesen Fitzgerraldo und Iquitos. Und der Film spielt teilweise in diesem Haus. Ist noch ganz schoen, mit Swimming Pool und einem riesigen Baumhaus. Aber der Hammer ist: Dieses Haus gehoert einem Schweizer, genauer einem St. Galler, der hier seit 30 Jahren lebt. Also traf ich einmal mehr einen Landsmann, hier, mitten im peruanischen Regenwald.
Heute ist hier Streik, d.h. ich habe frei...aber die Streiks hier sind ein wenig...wie soll ich sagen...in Spanisch: stupido. In der Nacht haben einige erwachsene Maenner (!!!) die Abfallsaecke, welche hier normalerweise draussen gelagert werden, aufgeschlitzt, den Abfall ueber die Strasse verteilt und dann angezuendet. Ich meine, dass machten wir mit 15 Jahren als Bubenstreich, aber nicht um zu demonstrieren!!! Der Grund der Streiks jedoch kann ich verstehen: Die Esswaren und auch sonst alles andere hier sind einiges teurer als z.B. in Lima, weil alles per Luftfracht und per Boot hierher gebracht werden muss, aber die Leute hier verdienen generell eher weniger als in den groesseren Staedten. Marktwirtschaft hin oder her, in einem armen Land wie Peru ist es meiner Meinung nach Sache des Staates, hier ein wenig fuer Ausgleich zu sorgen.
Weiter mit News, nun gibt's sogar noch was zu gewinnen, naemlich ein Bier (oder auch zwei...oder ein Trompo, falls der oder die Gewinner/in das lieber haette), sobald ich zurueck in der Schweiz bin. In der Schule habe ich den Kindern kuerzlich einige Verkehrsmittel auf Englisch beigebracht, so zum Beispiel Flugzeug, Zug, Fahrrad und unter anderem auch Boot. Und es hat sich hier so eingebuergert, dass ich die Sachen, die ich den Kindern beibringe, an die Wandtafel zeichne, weil sie so besser aufpassen. Nun zum Quiz: Beim Boot ist mir ein ganz spezielles in den Sinn gekommen, sozusagen DAS Boot schlechthin. Wer als erste/r rausfindet, welches Boot ich meine, kriegt von mir ein Bier spendiert, sobald ich zurueck bin. Bin gespannt, ob, und wenn ja, wer's rausfindet.
So, nun noch zu meinem Fruehstueck hier, das muss ich nun noch loswerden: Heute gab's zum trinken....Bier. Zum Fruehstueck!! Bier!! Wie kann man nur...aber es war nicht einfach Bier, es war ein eingenartiges Gebrauu, das sich "Malta" nennt: dunkles Bier mit normaler Milch. Und so eingenartig wie das Getraenk ist auch der Geschmack. Ich hab' einige Schluecke (ist das so richtig? "Schluecke"....? Klingt irgendwie...behaemmert...ich merk' schon, mein Deutsch wird von Tag zu Tag miserabler...) probiert und mich dann entschlossen, doch lieber Tee zu trinken. Wie langweilig.
Auch beim Trompo und Saya spielen geht's immer ein wenig voran. Beim Trompo kann ich jetzt bereits 2 der 4 "Mastertricks", wie ich sie nenne, die ich lernen moechte. Ich werde sicher einige Trompos nach Hause bringen, evtl. habt ihr ja auch Spass dran...

There's nothing left to say...schliesslich hab' ich nun mal wieder einen Aufsatz geschrieben. Das liegt daran, dass heute die Verbindung sehr gut ist und ich nicht ewig warten musste, bis mein Freund, Herr C.Omputer, endlich mal eine Seite geladen hat.

Also dann, bis am 28. November wird's ziemlich sicher keine Neuigkeiten geben, weil nun streike ich. Freue mich auf unsinnige Kommentare mit Tiefgang und auf alles andere.

Saludos, Michi